Route der Industriekultur Rhein-Main Teil II Mousonturm

by Simone on 9. November 2009

Die Route der Industriekultur, den ersten Teil hat Simone bereits hier vorgestellt, heute kommt der zweite Teil der Serie. Der Mousonturm im Ostend von Frankfurt ist nicht nur Einheimischen, sondern weit über die Stadtgrenzen hinaus vielen ein Begriff. Seien es Konzerte, Theater, Tanz oder Performance Kunst, das Künstlerhaus Mousonturm hat einen festen Platz in Frankfurts Kulturszene. Wenigeren ist aber bekannt, was dieses große, rote Gebäude, mit 30m einst Frankfurts erstes Hochhaus, früher einmal war. Der Mousonturm ist das letzte Überbleibsel der Seifen- und Parfümfabrik Mouson, welche 1789 von August Friedrich Mouson in der Breiten Gasse gegründet wurde. Ein Jahrhundert später wurde die Fabrik dann in die Waldschmidtstraße im Ostend verlegt, wo damals genügend unbebauter Platz frei war. Bis 1972 wurden hier tagtäglich feinste Seifen und Parfüms hergestellt, welche dann gern von den Ehemännern und Söhnen an die Damenwelt verschenkt wurden. In den 70ern wurden die Fabrikgebäude abgerissen. Und auch die Seifen und Parfüms in ihren verzierten Schachteln und Schächtelchen sind aus den Regalen verschwunden und tauchen höchstens noch versteck im hintersten Winkel des Nachtschränkchens einer älteren Dame auf. Doch das große rote Backsteingebäude steht weiterhin unerschütterlich an seiner Stelle. So wird der Mousonturm auch weiterhin ein stilles Wahrzeichen von Frankfurt am Main sein.

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